Ressortübergreifendes Krisenmanagement - Geschäftsstelle im Innenministerium

Überörtliche Schadensereignisse erfordern effektive ressort- und ebenenübergreifende Entscheidungen der verantwortlichen Stellen. Der Ministerrat hat daher am 6. November 2001 beschlossen, zur Bewältigung außergewöhnlicher Ereignisse (Krisenmanagement-Land) den Interministeriellen Koordinierungsstab der rheinland-pfälzischen Landesregierung einzurichten. Seit 8. Februar 2011 firmiert die Institution unter dem gebräuchlicheren Begriff "Krisenstab der Landesregierung".

Dieser Stab setzt sich zusammen aus Staatssekretärinnen und  Staatssekretären, Abteilungsleiterinnen und -leitern und weiterem entscheidungsbefugtem Leitungspersonal der Ressorts, betroffener Behörden und Institutionen.

Den Vorsitz führt das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, in sachlicher Hinsicht das jeweilige Fachministerium.

Im Rahmen der Bewältigung von Großschadensereignissen, großflächigen Gefahrenlagen und anderen außergewöhnlichen Ereignissen wird der Krisenstab der Landesregierung  tätig bei Koordinierungsaufgaben der Ressorts, mit dem Bund, den Bundesländern, den Nachbarstaaten und sonstigen Stellen im Rahmen der abgestimmten Wege im Katastrophenschutz.

Der Krisenstab der Landesregierung tritt regelmäßig zwei Mal jährlich ohne besonderen Anlass zur Besprechung aktueller Themen und lagebedingt nach Bedarf (z.B. bei einer Pandemie, bei besonderen Lagen und bei der Bund-Länder-Krisenmanagement-Übungsserie LÜKEX) zusammen.Der Krisenstab der Landesregierung hat bereits drei Mal an der Bund-Länder-Krisenmanagement Übungsserie LÜKEX teilgenommen, davon ein Mal in vollem Umfang im Jahr 2007 zum Thema "Pandemieplanung" und zwei Mal in eingeschränktem Umfang bei LÜKEX 2009/10 zum Thema "Islamistischer Terrorismus" und LÜKEX 2011 im Rahmen der "IT-Sicherheit".