Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst im Rhein-Lahn-Kreis

Mit etwa 122.000 Einwohnern in 137 Gemeinden zählt der Rhein-Lahn-Kreis zu den bevölkerungsstarken Kreisen des Landes. Er besteht aus der Großen kreisangehörigen Stadt Lahnstein, sowie den Verbandsgemeinden Bad Ems (mit 9 Ortsgemeinden), Diez (23), Hahnstätten (10), Katzenelnbogen (21), Loreley (22), Nassau (19) und Nastätten (32).

Der 782,31 km² große Kreis mit Verwaltungssitz in Bad Ems, umfasst das rechtsrheinische Gebiet mit der Lahnmündung, den Verlauf der Lahn bis Diez kurz vor Limburg, die südlichen Ausläufer des Westerwaldes zum Lahntal hin und das nördliche Hochland des Taunus zwischen Rhein und Aar.

Der gemischtwirtschaftlich strukturierte Rhein-Lahn-Kreis ist industriell weniger stark geprägt. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören: Eisen-, Blech- und Metallwaren, Chemische Industrie, Herstellung von Kunststoffwaren, Elektrotechnik, Büromaschinen / DV-Geräte / Optik. Der Tourismus nimmt im landschaftlich reizvollen Rhein-Lahn-Kreis, der im Westen die malerische Landschaft des Mittelrheins mit dem Loreley-Felsen einbezieht und im Norden vom Lahntal mit seinen waldigen Hängen durchzogen wird, eine herausragende Stellung ein.

Aus dieser Gesamtkonstellation ergeben sich die Aufgaben nach dem Landesgesetz über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (LBKG) Diese nimmt er als Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung war (vgl. § 2 Abs. 2 LBKG).

Brandschutz

Um die Aufgaben des überörtlichen Brandschutzes zu erfüllen, beschaffte der Rhein-Lahn-Kreis als Fahrzeugausstattung ein Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50), einen Schlauchwagen (SW 2000) und einen Rüstwagen. Diese sind so im Landkreis stationiert, dass mit ihnen große Bereiche schnell erreichbar sind und die örtlichen Feuerwehreinheiten zügig unterstützt werden können.

Eine weitere wichtige Aufgabe im überörtlichen Brandschutz ist die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrangehörigen. Jährlich werden im Rhein-Lahn-Kreis in der zentralen Kreisausbildung in Bad Ems, sowie in der dezentralen Kreisausbildung, welche in den jeweiligen Verbandsgemeinden und der großen kreisangehörigen Stadt Lahnstein durchgeführt wird, Wehrmänner und -frauen ausgebildet. Die  bestellten Kreisausbilder sind hierbei u. a. in den Bereichen Maschinisten-, Truppführer- und Digitalfunkausbildung tätig.

Letztlich ist zu erwähnen, dass der Rhein-Lahn-Kreis auch bei der Jugendfeuerwehr und beim Kreisfeuerwehrverband als Koordinator und Unterstützer tätig wird. Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Lahn .

Das Land Rheinland-Pfalz stellt für besondere Einsatzsituationen Landesfacheinheiten auf. Im Rhein-Lahn-Kreis ist in Lahnstein eine Tauchergruppe und eine Rettungshundestaffel angesiedelt, die auch überörtlich eingesetzt werden können.
 

Katastrophenschutz

Im Zuge des Katastrophenschutzes hat der Landkreis Maßnahmen zu treffen, um das Leben, die Gesundheit und die Umwelt vor der Entstehung einer Katastrophe zu schützen. Dem Landkreis stehen zu seiner Aufgabenerfüllung keine eigenen Kräfte zur Verfügung. Es unterstehen ihm ab der Alarmstufe 4 (Katastrophenschwelle) alle örtlichen Einsatzkräfte.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben hält der Rhein-Lahn-Kreis verschiedene Katastrophenschutzeinheiten vor. Näheres zu Führungsdienst, Gefahrstoffzug,Leitende Notärzte/ Organisatorische Leiter,Schnelleinsatzgruppe, Notfallvorsorge siehe auf den folgenden Seiten.


Ebenfalls im Landkreis angesiedelt ist der Ortsverband Lahnstein des Technischen Hilfswerkes (THW). Neben der umfangreichen technischen Hilfe stehen im Falle eines Großschadensereignisses zwei Bergungsgruppen sowie zwei spezielle Fachgruppe für die Hilfe bei Wassergefahren zur Verfügung.

Ebenfalls im Landkreis angesiedelt ist der Ortsverband Lahnstein des Technischen Hilfswerkes (THW). Neben der umfangreichen technischen Hilfe stehen im Falle eines Großschadensereignisses zwei Bergungsgruppen sowie zwei spezielle Fachgruppe für die Hilfe bei Wassergefahren zur Verfügung.
Die DLRG Ortgruppe Bad Ems e.V. hält drei Rettungsboote, ein Kunststoffboot und zwei Schlauchboote vor. Die DLRG Ortsgruppe Diez e.V. verfügt über einen Einsatztauchtrupp mit Bootunterstützung. Die Aufgabe der DLRG-Ortsgruppen ist die Wasserrettung

Im Rahmen der Zivil Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) kann der Landkreis auf Ressourcen der Bundeswehr zurückgreifen. Eine Alarmierung des Kreisverbindungskommandos erfolgt in der Regel bei Einsätzen, die länger als 48 Stunden dauern, wodurch die Leistungsgrenze der örtlichen sowie überörtlichen Hilfe erreicht wird. Zu den Aufgaben des Kreisverbindungskommandos zählen u. a. die Organisation des Transportes und der Unterbringung hilfebedürftiger Personen sowie die technische Hilfe  (z. B. durch Stromaggregate).

Rettungsdienst

Der Rhein-Lahn-Kreis sorgt  in seinem Bereich  als Träger des Rettungsdienstes, dass eine bedarfsgerecht und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit den Leistungen der Notfall- und Gesundheitsversorge zur Gefahrenabwehr sichergestellt ist [vgl. §§ 2 Abs. 1; 3 Abs. 1 Landesgesetz über den Rettungsdienst sowie den Notfall- und Krankentransport (RettDG)]. Um dies zu gewährleisten, werden verschiedene Fahrzeuge für die Notfallrettung oder den Krankentransport eingesetzt.

Diese Fahrzeuge sind im Rhein-Lahn-Kreis auf die Rettungswachen in Braubach, Bad Ems, Diez, Katzenelnbogen, Nassau, Nastätten und St. Goarshausen verteilt und werden für planbare Krankentransporte und für die Notfallrettung eingesetzt.

Neben den Rettungswachen gibt es die Notarztstandorte. Diese sind in Diez und Singhofen angesiedelt. Durch die flächendeckende Stationierung der Rettungsdienstfahrzeuge und jeweils eines Teams von Notärzten an den Notarztstandorten ist gewährleistet, dass nur wenige Minuten nach Eingang eines Notrufes eine geeignete Rettungseinheit zur Verfügung steht.

Zur Durchführung des Rettungsdienstes ist das Land Rheinland-Pfalz in verschiedene Rettungsdienstbereiche eingeteilt, die das Gebiet mehrerer Landkreise und kreisfreien Städte umfassen. Der Rhein-Lahn-Kreis gehört dem Rettungsdienstbereich Montabaur an.

Integrierte Leistelle Montabaur

Die Integrierte Leitstelle in Montabaur nimmt unter der Notrufnummer 112 Hilfeersuchen aus den Landkreisen  Altenkirchen, Neuwied, Westerwald sowie dem Rhein-Lahn-Kreis entgegen.

Ihr kommt eine wichtige Funktion zu, da sie für den gesamten Rettungsdienstbereich die Einsatzleitung wahrnimmt. Zudem übernimmt die Integrierte Leitstelle die Alarmierung der Feuerwehren und erfüllt im Bedarfsfall Aufgaben der Führungsunterstützung im Brandschutz, in der Allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz.