Warnung der Bevölkerung nach modernen Gesichtspunkten

Rheinland-Pfalz baut das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) flächendeckend aus

Die kommunalen Spitzenverbände Rheinland - Pfalz haben in 2019 im Auftrag Ihrer Mitglieder - (als Aufgabenträger des Brandschutzes, der Allgemeinen Hilfe und des Katastrophenschutzes) den Bedarf gemeldet, bei Ihrem Aufgabenfeld "Warnung der Bevölkerung" Leistungen der Integrierten Leitstellen im Rahmen der gesetzlich garantierten Führungsunterstützung (§ 7 Abs. 3 Nr. 3 b RettDG) in Anspruch nehmen zu wollen.

Das Land als oberste Behörde für den Rettungsdienst erkennt diesen Bedarf an. Daher wurden alle Integrierten Leitstellen in Rheinland-Pfalz mit dem Modularen Warnsystem MoWaS S/E (sog. Vollanlagen) ausgestattet.

Da im Rettungsdienstbereich Rheinhessen noch keine Integrierte Leitstelle existiert, hat das Land die Feuerwehrleitstelle der Berufsfeuerwehr Mainz auf Kosten des Landes mit einem MoWaS S/E System ausgestattet. Dies geschah in der Erwartung, dass die Feuerwehrleitstelle Mainz diese Aufgabe für die Städte Mainz und Worms, sowie die Landkreise Mainz - Bingen und Alzey - Worms in gleicher Weise wahrnimmt wie eine Integrierte Leitstelle.

Die Kosten hierfür trägt gemäß §11 Abs. 1 S. 1 RettDG das Land. Die Koordinierung dieser Maßnahmen erfolgt direkt durch die Fachreferate des MdI.

Die Herausgabe von Warnmeldungen über das Modulare Warnsystem MoWaS wird mit dem Rundschreiben des Ministeriums des Innern und für Sport vom 15.07.2020; Az.: 2530#2019/0025-0301 353 neu geregelt.

Dieses Rundschreiben hebt das Rundschreiben des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz vom 01.09.2016; Az.: 30463:353* MoWaS-SatWas auf.



 


Wie funktioniert das Modulare Warnsystem (MoWaS)?

Der Film zeigt die Funktionen des Modularen Warnsystems (MoWaS). Die Leitstellen von Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Polizei nutzen das Modulare Warnsystem des Bundes zur Warnung und Information der Bevölkerung.

Frühzeitig werden die Meldungen über die Satelliten u.a. an die Presse, Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie über die Warn-Apps auf die Smartphones der Menschen übertragen. Warnung der Bevölkerung unterstützt den Selbstschutz. So sollen beispielsweise bei Brandrauch Fenster und Türen geschlossen werden und Klimaanlagen abgeschaltet werden.

Je früher die Warnung die Bevölkerung erreicht, desto eher können Maßnahmen getroffen werden. Deshalb sind auch der Deutsche Wetterdienst und die Hochwasserzentralen der Länder an das Modulare Warnsystem angeschlossen und geben ihre Warnungen direkt ins System.

Neben den Gefahren  durch Naturgewalten oder Großschadenslagen kann auch im Falle eines Angriffs sofort gewarnt werden.

Jede Warnung enthält gleichzeitig Bevölkerungsinformationen und damit Verhaltenshinweise. Ziel des Films ist es nicht einen umfassenden Ratgeber mit Schutzmaßnahmen visuell umzusetzen. Ziel ist es vielmehr, allgemein verstehbare Antworten auf die Fragen zu geben, wer warnt und wie das System funktioniert.

Der Kranich steht traditionell für Wachsamkeit. Aus diesem Grund ist der Kranich in Deutschland das Symbol für die Warnung der Bevölkerung. So fand er seinen Weg in das Erklärvideo zum Modularen Warnsystem. Er dient als Erzähler und Roter Faden, der die vier Szenarien Feuer, Hochwasser, Krieg und Sturm miteinander verbindet.

Lassen Sie sich vom Kranich erklären wie Warnung der Bevölkerung in Deutschland funktioniert…

Daneben wurde für die landeseigenen Warnungen als ergänzendes Warnmittel das Katastophenwarnsystem KATWARN im Frühjahr 2015 angeschafft. Über KATWARN können registrierte Nutzer per Smartphone-App über bestehende Gefahren gewarnt und zu entsprechenden Verhaltensmaßnahmen informiert werden. Dieses ergänzende Warnsystem, das speziell vom Fraunhofer Institut FOCUS im Auftrag der großen Öffentlichen Versicherer in Deutschland vor allem für regionale Gefahrenlagen entwickelt wurde, wurde auch allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz weiter empfohlen und eine entsprechende Förderung veranlasst.

Ansprechpartner

Herr Rudi Wambach
+49 6131 163456 (Beruflich)
rudi.wambach [at] mdi.rlp.de (Beruflich)

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